GWG–Was du darüber wissen solltest

Geringwertige Wirtschaftsgüter, abgekürzt GWG, sind bewegliche, abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens, die eigenständig genutzt werden können und deren Anschaffungskosten eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Diese Regelung bietet dir steuerliche Vorteile, weil du solche Anschaffungen direkt im Jahr der Anschaffung voll absetzen kannst – und so deine Steuerlast effektiv senkst ohne aufwändige Abschreibungsrechnungen.

Welche Beträge gelten?

Für 2025 liegt die Netto-Grenze bei 800 Euro, das entspricht etwa 952 Euro brutto mit Umsatzsteuer. Liegt der Preis deines Wirtschaftsguts darunter, kannst du es sofort als Betriebsausgabe oder Werbungskosten geltend machen. Damit sparst du dir Verwaltungsaufwand und hast schneller Steuervorteile.

Und wenn es mehr oder weniger kostet?

Wenn das Wirtschaftsgut weniger als circa 250 Euro netto kostet, kannst du es einfach als normale Kosten verbuchen – oft sogar ohne Dokumentationspflicht. Käufer zwischen etwa 250 Euro und 1.000 Euro netto können stattdessen den sogenannten Sammelposten nutzen: Alle solchen Anschaffungen werden in einen Topf geworfen und über fünf Jahre abgeschrieben. Das ist praktisch, wenn du viele Werte in dieser Größenordnung hast und den Überblick behalten willst.

Wer profitiert davon?

Wenn du als Arbeitnehmer ein Arbeitsmittel berufsbedingt anschaust – etwa einen Laptop oder ein Werkzeug – und der Preis innerhalb der GWG-Grenzen liegt, kannst du die Anschaffung direkt steuerlich geltend machen. Das senkt dein zu versteuerndes Einkommen und deine Steuerlast, ohne dass du lange Abschreibungspläne brauchst.

Wenn du selbstständig bist oder ein Unternehmen führst, stehen dir zusätzlich die gleichen Möglichkeiten offen: Sofortabschreibung, Sammelposten oder auch reguläre Abschreibung über die Nutzungsdauer. Du hast die Wahl, je nachdem, was für deine Buchführung am besten passt.

Was bedeutet „selbstständig nutzbar“?

Ein GWG muss ohne weitere Dinge funktionieren – ein Laptop zählt, weil du ihn allein nutzen kannst. Ein Drucker gilt nicht als GWG, wenn er einen PC braucht, um Dokumente zu verarbeiten. Wichtig ist: Die Nutzbarkeit muss eigenständig sein, ansonsten ist keine GWG-Behandlung möglich.

Wie wirkt sich das auf deine Steuererklärung aus?

Du entscheidest jedes Jahr neu: Nutzt du die Sofortabschreibung oder den Sammelposten? Beim Sammelposten verteilt sich die Abschreibung gleichmäßig über fünf Jahre, was deine jährliche Steuer- und Gewinnplanung glätten kann. Wichtig ist, dass du dich für eine Methode entscheidest und das konsequent durchführst – ein Mix ist nicht zulässig.

Fazit – dein steuerschonender Vorteil

GWG sind ein cleverer Weg, kleinere berufliche oder betriebliche Anschaffungen schnell steuerlich geltend zu machen. Mit der Grenze bis 800 Euro netto und der Möglichkeit zur Sofortabschreibung oder Sammelabschreibung sparst du Steuern und reduzierst deinen Verwaltungsaufwand. Wenn du regelmäßig in kleinen Beträgen investierst, lohnt es sich, GWG-Regeln zu kennen und zu nutzen.

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